Glossar Buchstabe S

 

 

 

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SAD

Abkürzung für: Single Administrative Document -Einheitspapier
siehe: Einheitspapier


Sammelladung

Der Exporteur überträgt seine Waren an den sogenannten Sammelladungsspediteur, der sie anschließend mit anderen Ladeeinheiten anderer Exporteure zu einem Sammeltransport zusammenfasst.


Schutzmaßnahmen

Schutzmaßnahmen werden an der Grenze getroffen, in Tarifform und vorläufig, auf Einfuhrwaren, um davon ausgehende oder vermutete Gefahren für die nationale Industrie abzuwenden, die die gleichen Erzeugnisse produziert.


Seaway Bill

Seefrachtbrief
siehe: Seefrachtbrief, Seaway Bill


Seefrachtbrief,
Seaway bill

Der Seefrachtbrief weist den "An Bord"-Verlader der Ware aus und kann in jenen Fällen verwendet werden, in welchen kein Konnossement (Bill of Lading), also kein Dokument mit Wertpapiercharakter, notwendig ist. Für die Entgegennahme der Ware ist die Vorlage des Seefrachtbriefs durch den darin genannten Empfänger nicht notwendig, was die Abfertigung am Bestimmungshafen beschleunigen kann.
siehe: BL, Bill of Lading


Seeschiffvercharterung

Im Seehandelsrecht: Vertrag, in dem der Verfrachter (Reederei ) sich gegen Entgelt verpflichtet, dem Befrachter ein Schiff für den Waren- oder Personentransport zur Verfügung zu stellen.


sensible Waren

Alkohol- und Tabakerzeugnisse, für die der TIR-Verband keine Bürgschaft im Rahmen des TIR-Carnet übernimmt.


Short-Form-Konnossement, Short Form Bill of Landing

Kurzform des Konnossements (Seefracht).
Darin sind die Beförderungsbedingungen durch Hinweis auf eine außerhalb des Konnossements existierende Quelle gekennzeichnet - es ist der Verweis auf die Allgemeinen Beförderungsbedingungen, deren voller Wortlaut beim Reeder oder dessen Agenten eingesehen werden kann.


Sicherheit, Bürgschaft

Für die Gewährung bestimmter Vereinfachungen oder Befugnisse (z.B. Teilnahme am gemeinschaftlichen /gemeinsamen Versandverfahren) ist eine finanzielle Sicherheit erforderlich, um das bestehende Abgabenrisiko abzusichern.
Bei den zollrechtlichen Versandverfahren ermöglicht die Bürgschaft die Aussetzung von Zöllen, Steuern und handelspolitischen Maßnahmen während des Warentransports,  die normalerweise bei der Einfuhr zu zahlen sind, bis zur Verzollung am Bestimmungsort.


Sicherheit, Sicherheitsleistung

Für die Gewährung bestimmter Vereinfachungen oder Befugnisse (z.B. Teilnahme am gemeinschaftlichen /gemeinsamen Versandverfahren) ist eine finanzielle Sicherheit erforderlich, um das bestehende Abgabenrisiko abzusichern.
Bei den zollrechtlichen Versandverfahren ermöglicht die Bürgschaft die Aussetzung von Zöllen, Steuern und handelspol. Maßnahmen während des Warentransports,  die normalerweise bei der Einfuhr zu zahlen sind, bis zur Verzollung am Bestimmungsort.
Zur Begriffsabgrenzung: eine Einzelsicherheit bezieht sich auf ein einzelnes Versandverfahren (z.B. Carnet TIR), während die (Gesamt)Bürgschaft sich über mehrere Versandverfahren erstreckt.


Sicherheit, Steuerlager

Um verbrauchsteuerpflichtige Ware unter Steueraussetzung befördern zu können, muss man Steuerlagerinhaber oder registrierter Versender sein. Dabei kann es sein, dass das Zollamt eine Sicherheit vom Versender verlangt, wenn Steuerbelange gefährdet erscheinen.


Sicherheit, TIR

Die TIR-Sicherheit ist eine international gültige Bürgschaft, die die abgabenfreie Warenbeförderung bis zum Bestimmungsort erlaubt. Sie wird dem Beförderer durch seinen nationalen Verband gewährt und garantiert die Zahlung der Zollschuld und sonstiger Abgaben, die fällig werden, wenn es in dem betreffenden Land während der Beförderung mit Carnet TIR zu einer Unregelmäßigkeit kommen sollte.
Der gesicherte Betrag  beträgt 50.000  $ und innerhalb der EU 60.000 € pro Carnet TIR.
siehe auch: TIR
Carnet TIR


SIREN

Französische Abkürzung für Système National Informatique pour le Répertoire des Entreprises et des Etablissements.
Die SIREN-Nummer dient der eindeutigen Identifikation von Unternehmen und Einrichtungen in Frankreich. Sie wird komplett  in die französiche Umsatzsteuernummer (Numéro d’identification, ID. TVA) integriert, wobei dann eine weitere, zweistellige Prüfziffer errechnet wird.
Sie wird durch die INSEE-Institution vergeben und besteht aus 9 Ziffern.


SLIM

Französisch für Simplification de la législation du marché intérieur - "Vereinfachung der Rechtsvorschriften im Binnenmarkt" (ein Programm der Europäischen Kommission)


SOFI

Franösiche Abkürzung für Système d'Ordinateurs pour le Fret International - IT-Verfahren für den internationalen Frachtverkehr
IT-Verfahren des französischen Zolls, das den Wirtschaftsbeteiligten erlaubt, die Zollformalitäten zu den gängigsten Verfahren elektronisch zu erfüllen. Es wurde 2008 durch das IT-Verfahren DETLA ersetzt.


Spediteur

Ein Spediteur (Freight Forwarder) ist ein Logistikdienstleister, der für seine Kunden die Versendung der Ware, die Organisation der Beförderung besorgt.
Dies umfasst vor allem:
- die Bestimmung des Beförderungsmittels und -weges,
-die Auswahl ausführender Unternehmer,
- die Sicherung von Schadensersatzansprüchen des Versenders,
-aber auch die Zollabwicklung, Warenlagerung und viele andere.


Status, zollrechtlicher

Der Status einer Ware kann nach dem Zollkodex der EU entweder "Gemeinschaftsware" oder "Nichtgemeinschaftsware" sein.
siehe: Gemeinschaftsware
Nichtgemeinschaftsware


Steuerlager (Verbrauchsteuern)

Zolllagerverfahren, bei dem die Gemeinschaftswaren in Frankreich unter Mehrwert- oder Verbrauchsteueraussetzung gelagert werden.


Steuerpflichtiger

Steuerpflichtige Person, die die Pflicht zum Anmelden bei der entsprechenden Zollstelle und  zur Abgabenentrichtung trägt .
Auch: Unternehmen, die zur Abführung der beim Verkauf angefallenen Mehrwertsteuer verpflichtet sind.


Steuerschuldner (Einfuhrumsatzsteuer)

Steuerschuldner für die Einfuhrumsatzsteuer ist der in der Zollanmeldung benannte Warenempfänger. In der Praxis wird allerdings der Zollanmelder dem Steuerschuldner gleichgesetzt, d.h. Zölle und die Einfuhrumsatzsteuer werden im gleichen Zug erhoben.


Steuervertretung (Umsatzsteuer)

Vertreter im Inland, der die Umsatzsteueraktivitäten einer ausländischen Firma  übernimmt.
Dazu gehören alle Formalitäten, die ein Unternehmen mit ausländischem Sitz erfüllen muss, weil es aufgrund seiner Aktivitäten der Umsatzsteuer im Inland unterliegt. Zum Beispiel: Vorsteueranmeldung, Erhalt der bereits gezahlten Umsatzsteuer usw.