Glossar Buchstabe U

 

 

 

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Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr

Gesamtheit der zollamtlichen Maßnahmen, die der Importeur für die eingeführten Waren treffen muss, um frei auf dem Binnenmarkt darüber verfügen zu können. Er muss  also seine Waren in das Zollverfahren "Freier Verkehr" überführen.
siehe: Abfertigung in den zollrechtlich freien Verkehr


Überlassung, Waren-

Die Warenüberlassung ist eine zollamtliche Handlung, bei der der Anmelder der Waren nach Erfüllung der Zollförmlichkeiten die Waren abholen darf. Die Warenüberlassung entspricht der Überführung in das beantragte Zollverfahren.


Überwachung, zollamtliche

Unter zollamtlicher Überwachung versteht man die allgemeinen Maßnahmen der Zollbehörden, um die Einhaltung des Zollrechts und gegebenenfalls der sonstigen für Waren unter Zollverfahren mit wirtschaftlicher Bedeutung geltenden Vorschriften zu gewährleisten.

Das können sein:
- Besichtigung/Prüfung
- Wegnahme/Versiegelung der Ware
- Entnahmen von Proben  und andere


UEMOA

Abkürzung für Union Economique et Monétaire Ouest Africaine - Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion mit der Beteiligung von Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Guinea-Bissau, Mali, Niger, Senegal und Togo.


Umwandlungsverfahren
Umwandlung unter zollamtlicher Überwachung

Im Umwandlungsverfahren können Nichtgemeinschaftswaren im Zollgebiet vor der Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr umgewandelt (bearbeitet) werden, um eine Einfuhrabgabenbegünstigung zu erreichen.
Die Einfuhrabgaben werden in diesem Fall anhand der Waren festgesetzt, die nach der Umwandlungshandlung entstanden sind.
Nach dem Zollkodex sind nur bestimmte Umwandlungshandlungen zulässig.


Ursprung, Waren-

Der Warenursprung ist die "wirtschaftliche" Nationalität der Ware, d.h. das Land, in dem die Waren vollständig gewonnen oder hergestellt worden sind, oder der letzten Be- und Verarbeitung unterzogen worden ist.
Der Ursprung kann präferenziell oder nichtpräferenziell sein, wobei nur der Präferenzielle zur zolltariflichen Vorzugsbehandlung führt. Als Nachweis gelten festgelegte Dokumente, z.B. EUR 1, Formblatt 1, Erklärung auf der Rechnung usw.


Ursprungsauskunft, verbindliche

Eine von den zuständigen Zollbehörden an den berechtigten Wirtschaftsbeteiligten erteilte verbindliche Ursprungsauskunft über präferenziellen oder nicht-präferenziellen Ursprung einer Einfuhrware. Sie bindet alle Zollbehörden in der Europäischen Gemeinschaft hinsichtlich der Feststellung.


Ursprungsnachweis

Nachweis (Zertifikat), der den Ursprung einer Ware nachweist (EUR.1, Form A, Erklärung auf Rechnung)
siehe: Ursprungszeugnis


Ursprungszeugnis

Ursprungszeugnis ist ein Dokument im Außenhandel, im dem das Herkunftsland sowie Art und Menge der importierten Ware ausgewiesen werden.
Es wird von einer Handelskammer oder Zollbehörde des Ausfuhrlandes ausgestellt und begleitet die Ware auf ihrem Weg zum Kunden.
Der somit bescheinigte Ursprung kann präferenzeiller und nichtpräferenzieller Natur sein.
Für bestimte Einfuhrwaren ist ein Ursprungszeugnis vorgeschrieben, bei anderen wiederum ist die Vorlage nicht verpflichtend, gewährt aber für den Händler gewisse Vorteile bei der Verzollung: z.B. Abgabenbegünstigungen bzw. -freiheiten.


Ursprungszeugnis für Textilwaren (Textilabkommen)

Ursprungszeugnis, das der Zollstelle bei der Einfuhrabfertigung ins jeweilige EU-Land vorgelegt werden muss, und zwar für bestimmte Textilerzeugnisse oder Bekleidungsartikel. Grundlage dafür sind die Textilabkommen zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.
Dieser Nachweis stammt aus dem Herkunftsland und ist Teil der dort ausgestellten Ausfuhrlizenz.